Schule mit den Förderschwerpunkten
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der Universitätsstadt Gießen

Hygieneplan Corona für die Schulen in Hessen vom 14.05.2020

Leitfaden zum Umgang mit der Infektionsbedrohung durch das Corona-Virus in Verbindung mit dem schuleigenen Hygieneplan der Helmut-von-Bracken-Schule

Stand: 14.05.2020

 

Inhalt

Vorbemerkung

1. Wiederaufnahme des Schulbetriebes

2. Persönliche Hygiene

3. Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume, Lehrerzimmer und Flure

4. Wegeführung

5. Infektionsschutz in den Pausen

6. Hygiene im Sanitärbereich

7. Infektionsschutz beim Sport- und Musikunterricht

8. Konferenzen und Versammlungen

9. Reinigung

10. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

11. Meldepflicht

12. Allgemeines

 

Vorbemerkung

Der vorliegende Leitfaden benennt Rahmenbedingungen und konkrete Handlungsstrategien für einen durch die Corona-Krise notwendigerweise veränderten Schulalltag. Er gilt vorbehaltlich in Abhängigkeit von den jeweils gesetzlich vorliegenden Bestimmungen und den personellen und räumlichen Voraussetzungen.

Er beinhaltet den nach § 36 i. V. m. § 33 Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgeschriebenen schulischen Hygieneplan, in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind, um durch ein hygienisches Umfeld zur Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und aller an Schule Beteiligten beizutragen.

  • Schulleitungen sowie Pädagoginnen und Pädagogen gehen dabei mit gutem Beispiel voran und sorgen zugleich dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise ernst nehmen und umsetzen.

  • Der Unterricht muss genutzt werden, um den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Prinzipien des Hygiene-Verhaltens nahezubringen. Hierzu gehören insbesondere, die Sinnhaftigkeit der Abstandsregelungen zu erläutern sowie die Vermittlung der Händehygiene und der Husten- und Nies-Etikette.

  • Zusätzlich soll die Bedeutung des Schutzes anderer Personen im familiären Umfeld, insbesondere, wenn diese zu den vulnerablen Risikogruppen gehören, Gegenstand des Unterrichts sein. Dabei muss die Verantwortung jedes Einzelnen für den Schutz der Anderen verdeutlicht werden.

Bei der Schulverpflegung ist bei der Verarbeitung und Ausgabe von Lebensmitteln auf strenge Hygiene zu achten. Ebenso sind geeignete Rahmenbedingungen für die Einnahme von Mahlzeiten zu schaffen (jeweils nur Schülerinnen und Schüler einer Klasse essen gemeinsam, dabei sind strikte Abstandsregeln einzuhalten).

In der Mensa der Helmut-von-Bracken-Schule isst derzeit jeweils nur eine Gruppe der Notbetreuung mit bis zu 5 Kindern.

Alle Beschäftigten der Schule, des Schulträgers, alle Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren regelmäßig an der Schule arbeitenden Personen sind darüber hinaus gehalten, sorgfältig die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden bzw. des Robert-Koch-Instituts zu beachten.

Über die Hygienemaßnahmen sind das Personal, die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten auf jeweils geeignete Weise zu unterrichten.

Alle Klassenelternbeiräte, das Kollegium sowie die außerschulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten den Leitfaden per Mail am 12.05.2020.

Alle Elternbeiräte erhalten den Leitfaden bis zum 14.05.2020. Gleichzeitig wird er auf der Homepage veröffentlicht. Die Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrkräften zusätzlich ab 18.05.2020 im Unterricht informiert, die Hygienehinweise werden in allen Klassen veröffentlicht.

 

1. Wiederaufnahme des Schulbetriebes

Ab dem 18. Mai 2020 erhalten voraussichtlich alle Klassen ab der vierten Jahrgangsstufe Präsenzunterricht, der mit unterrichtsunterstützenden Aufgabenstellungen für häusliches Lernen ergänzt wird. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-3 der Schulform emotional-soziale Entwicklung erhalten ebenfalls ab dem 18.05.2020 ein Unterrichtsangebot.

Damit die vorgeschriebenen Abstandsregeln (vgl. Punkt 2 Persönliche Hygiene) eingehalten werden können, erfolgt die Beschulung in einer tageweisen Staffelung. Je max. 7 Schülerinnen und Schüler einer Klasse erhalten pro Schultag 4 Stunden Präsenzunterricht (Gruppe A). Die andere Hälfte der Klasse (Gruppe B) arbeitet an Arbeitsaufträgen zu Hause. Am nächsten Schultag erhält Gruppe B den Präsenzunterricht und Gruppe A arbeitet zu Hause.

Schülerinnen und Schüler der Notbetreuung besuchen diese zusätzlich entsprechend ihrer Anmeldung.

Die gesamte Klasse 9 erhält bis zu den Abschlussprüfungen täglich 6 Stunden Präsenzunterricht. Nach den Abschlussprüfungen sind die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse vom Unterricht freigestellt.

Ab dem 02.06.2020 werden alle Jahrgangsstufen aller Schulformen nach dem beschriebenen Modell am Präsenzunterricht teilnehmen.

In der Grundstufe liegt der Fokus auf den Unterrichtsfächern Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Frühenglisch (nur in den Jahrgangstufen 3 und 4). Die tägliche Fächerverteilung wird von den Klassenlehrkräften festgelegt und der Schulleitung mitgeteilt.

In der Mittel- und Hauptstufe werden schwerpunktmäßig die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet. Hier wird die Schulleitung entsprechend der Verfügbarkeit der Lehrkräfte einen Stundenplan erstellen.

Zusätzlich sollte im Unterricht auf die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler Rücksicht genommen werden. So sollen z.B. Zeiten für Gespräche über die aktuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und die Erfahrungen mit dem Homeschooling eingebaut werden. Zudem sollen soweit möglich künstlerisch-gestaltende und einfache Bewegungselemente auf dem Schulhof in den Unterricht eingebaut werden.

Zusätzliche Förderangebote können abhängig von den Personaleinsatz-möglichkeiten eingebaut werden.

Das Angebot der Ergotherapie findet bis auf weiteres im Schulgebäude nicht statt. Die betroffenen Eltern wenden sich an die zuständige Praxis.

 

2. Persönliche Hygiene

Das neuartige Coronavirus ist von Menschen zu Menschen übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich.

 

Wichtigste Maßnahmen

  • Mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Menschen halten!!!

  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren,

d. h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.

  • Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.

  • Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Betreten der Schule, vor und nach

dem Essen, vor und nach dem Toilettengang und vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske).

  • Händereinigung immer direkt nach Eintritt in die Klasse und vor dem Verlassen der Klasse. Die jeweilige Lehrkraft achtet dabei auf die Einhaltung der Abstandsregeln, Markierungen können auf dem Boden angebracht werden, Material dafür ist in den Klassen vorhanden.

 

Die Händehygiene erfolgt durch

a) Händewaschen mit Seife für 20-30 Sekunden (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/)

Dies ist in allen Klassenräumen möglich. Sollten die Spender von Seife oder Einmalhandtücher leer sein, ist unverzüglich das Sekretariat telefonisch zu informieren (Telefon in den Sternräumen kann genutzt werden). Diese werden dann umgehend aufgefüllt.

oder, falls nicht möglich,

b) Händedesinfektion: Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge

in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung

ca. 30 Sekunden in die Hände einmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige

Benetzung der Hände zu achten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de).

  • Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe

möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.

  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.

  • Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB):

Das RKI empfiehlt ein generelles Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

(MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Diese Empfehlung

ist auch für den Schulbereich sinnvoll. Mit einer solchen Alltagsmaske

(textile Bedeckung, Barriere, Behelfsmaske, Schal, Tuch) können Tröpfchen,

die man z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen

werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen

anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Dies darf aber nicht

dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird.

  • Im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und im Kleinbustransport besteht Maskenpflicht. Ohne Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) darf keine Beförderung erfolgen.

  • Alle Schülerinnen und Schüler sollten täglich 2 gründlich gereinigte MNB dabeihaben.

  • Im Unterricht ist das Tragen von Masken bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich.

  • Masken sollten jedoch benutzt werden, wenn die Einhaltung des Sicherheitsabstandes schwierig ist, z.B. wenn die Lehrkraft dem Kind während einer Erklärphase näherkommen muss. Die Masken sollten täglich gereinigt werden.

  • Für die Lehrkräfte wird für diesen Fall ein Gesichtsschutzschild zur Verfügung gestellt. Somit ist sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler das Mundbild und die Mimik der Lehrkraft erkennen können. Gleiches gilt für den Einsatz der Teilhabeassistenzkräfte.

  • Eltern sollten das korrekte An- und Ablegen der MNB bereits im häuslichen Umfeld mehrfach mit Ihren Kindern üben. Lehrkräfte können die Kinder dabei nicht handelt unterstützen. Ebenso sind die Hygieneregeln regelmäßig auch zu Hause zu thematisieren.

  • Trotz Maske sind die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zwingend weiterhin einzuhalten.

 

Bei groben und / oder wiederkehrenden Verstößen gegen die Hygieneregeln können die betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht im Präsenzunterricht beschult werden.

 

Im akuten Krankheits- oder Verdachtsfall:

  • Bei Krankheitszeichen (z. B. Fieber, trockener Husten, Atemprobleme, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinns, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Bauch-schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auf jeden Fall zu Hause bleiben.

Die Schule muss unverzüglich informiert werden.

  • Im Falle einer akuten Erkrankung in der Schule soll, soweit vorhanden, ein

Mund-Nasen-Schutz angelegt und die betroffene Person unverzüglich in einen eigenen Raum, möglichst in einen speziell einzurichtenden und grundsätzlich bereitzustellenden Absonderungsraum gebracht werden. Es folgt so schnell wie möglich eine Freistellung und, bei Minderjährigen, Abholung durch die Eltern.

  • Die Schulleitung ist unverzüglich zu informieren.

  • An der HvB wird zu diesem Zweck der BFZ-Raum zur Verfügung gestellt.

  • Für einen solchen Fall stehen in den Sternräumen, den Stirnräumen (Raum 101 und 102) im Nawi- und im PC-Raum Handschuhe, Mundschutz und Desinfektionsspray zur Verfügung.

  • Diejenige Lehrkraft, die die letzte Notfall-MNB, die letzten Handschuhe oder das letzte Desinfektionssspray benutzt hat, steht in der Verantwortung, umgehend im Sekretariat für Nachschub zu sorgen.

 

 

3. Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume, Lehrerzimmer und Flure

Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch im Schulbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Klassenräumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger Schülerinnen und Schüler pro Klassenraum zugelassen sind als im Normalbetrieb. Abhängig von der Größe des Klassenraums sind das an der Helmut von Bracken-Schule in der Regel maximal 7 Schülerinnen und Schüler.

  • Die Sitzordnungen sollten so gestaltet sein, dass kein Face-to-Face-Kontakt besteht.

  • Partner- und Gruppenarbeit sind nicht möglich.

  • Für notwendige Bewegungen im Klassenraum (z.B. zur Tafel, zur Toilette, sind Wege mit den Schülerinnen und Schülern festzulegen und ggf. zu markieren (Markierungsmaterial steht zur Verfügung).

  • Unnötige Bewegungen durch den Klassenraum sind zu unterbinden.

  • Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens alle 45 Minuten, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheits-gründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden.

  • Fachunterricht kann in den dafür vorgesehenen Fachräumen und Werkstätten stattfinden, solange es sich nicht um Räume zur Nahrungszubereitung handelt.

  • Der Wechsel von Klassenräumen ist soweit irgend möglich zu vermeiden.

 

  • Im Sekretariat ist lediglich die Anwesenheit von einer weiteren Person erlaubt.

  • Im den Kopierräumen darf sich jeweils nur eine Person aufhalten.

  • Im Lehrerzimmer ist ebenfalls die Abstandsreglung einzuhalten.

 

 

4. Wegeführung

Busankunft / Schulbeginn:

  • Alle Lehrkräfte sind ab 8.00 Uhr in ihren entsprechenden Klassenräumen.

  • Die Busaufsicht lässt die Schülerinnen und Schüler einzeln aus den Bussen (geht von Bus zu Bus) und schickt sie mit Abstand über den Schulhof in die Klassen (Abstandsstriche auf dem Weg zum Schulhof werden angebracht). Es erfolgt kein eigenmächtiges Entladen der SuS durch die Busfahrer / -innen.

  • Alle Eingangstüren und Zwischentüren stehen offen.

  • Nach Betreten des Klassenraumes werden die SuS einzeln zum Waschbecken (Bodenmarkierungen anbringen) und dann zu ihren Plätzen geschickt.

 

  • Busabfahrt Schulschluss:

  • Die Lehrkräfte schicken die Kinder aus dem Klassenraum einzeln zum Bus. Dabei stehen die Lehrkräfte vor den Türen und achten darauf, dass auch im Flur die Abstandregeln eingehalten werden, da evtl. auch aus anderen Klassen SuS entlassen werden.

  • Um eine Ballung in den Fluren zu vermeiden, entlassen die Klassen des 1. Stocks ihre SuS um 11.30 Uhr. Die Klassen des Erdgeschosses werden um 11.35 Uhr entlassen.

  • Alle SuS verlassen das Gebäude über die 3 Ausgänge zum Schulhof und gehen direkt zu ihren Kleinbussen bzw. zur Bushaltestelle des ÖPNVs. (Ausnahme: Klasse 6a betritt und verlässt das Gebäude durch den Ausgang direkt bei der Klasse).

  • Die Aufsicht muss auch nach Schulschluss dafür sorgen, dass Abstands- und Hygieneregeln an der ÖPNV-Haltestelle eingehalten werden.

 

 

  • Zwischen den Lehrkräften nebeneinander angeordneter Klassenräume sind vor Betreten und Verlassen der Räume Absprachen zur Reihenfolge zu treffen, um unvorhersehbare Ballungen auf den Gängen zu vermeiden.

  • In den Fluren werden Mittellinien und Abstandsmarkierungen angebracht.

  • Vor den Eingangstüren werden ebenfalls Abstandsmarkierungen angebracht.

  • Eine Treppe darf nur betreten werden, wenn die vorangehende Person sich bereits auf dem nächsten Podest befindet. Markierungen werden angebracht.

  • Der Aufenthalt in den Gängen ist für SuS und Erwachsene untersagt. (Ausnahme: Raumwechsel).

  • Die Lehrkraft ist für die Einhaltung des notwendigen Abstands der Schülerinnen und Schüler während des Eintretens und Verlassens der Räume zuständig. Material zum Anbringen der Abstandsmarkierungen wird zur Verfügung gestellt.

  • Auf Botengänge von SuS ist vorläufig zu verzichten.

 

 

5. Infektionsschutz in den Pausen

Auch in den Pausen muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Hier kann auf das Tragen von Masken verzichtet werden. Es dürfen sich maximal 6 Klassen auf dem Schulhof befinden. Ein Pausenzeitplan wird von der Schulleitung erstellt.

Die Aufsicht erfolgt über die jeweilige Klassenlehrkraft. Kurze Pausen der Lehrkräfte werden in Absprache untereinander geregelt.

Ein Pausen-/Kioskverkauf kann nicht angeboten werden.

Die Pausenfahrzeuge sowie Spiel und Klettergeräte im Außengelände dürfen bei Einhaltung der Abstandregeln genutzt werden!

 

 

 

 

 

6. Hygiene im Sanitärbereich

  • Die Klassen verwenden die Toiletten, die ihrem Klassenraum am nächsten sind.

  • In allen Toilettenräumen sind ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt. Sollten die Spender von Seife oder Einmalhandtücher leer sein, ist unverzüglich das Sekretariat telefonisch zu informieren (Telefon in den Sternräumen kann genutzt werden).

  • Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher und Toilettenpapier sind vorhanden.

  • Pro Toilettenraum darf sich nur eine Person aufhalten. Aushänge sind an den Türen vorhanden. Daher werden die SuS auch einzeln zur Toilette geschickt.

  • Toilettengänge sollten nur während der Unterrichtszeit stattfinden.

  • Vor den Toiletten befinden sich Wartelinien.

  • Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden werden täglich gereinigt.

  • Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem ist nach Entfernung der Kontamination eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen. Wickelauflagen sind unmittelbar nach Nutzung zu desinfizieren.

 

 

7. Infektionsschutz beim Sport- und Musikunterricht

Der Hygieneplan Corona für die Schulen in Hessen sieht zum 2. Juni 2020 vor, dass Sportunterricht sowie außerunterrichtliche Sportangebote in allen Schulformen und in allen Jahrgangsstufen unter Einhaltung von bestimmten Schutzmaßnahmen stattfinden dürfen.

 

Vorgaben und Empfehlungen

In Ergänzung zum genannten Hygieneplan gilt:

  • Sport und Bewegung müssen kontaktfrei ausgeübt werden.

  • Ein Mindestabstand von 2 Metern zwischen Personen ist einzuhalten.

  • Freiluftaktivitäten sind aufgrund des permanenten Luftaustausches zu bevorzu-gen.

  • Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sind insbesondere bei gemeinsam ge-nutzten Sportgeräten durchzuführen.

  • Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume, ausgenommen Toiletten, bleiben geschlossen.

  • Warteschlangen beim Zutritt zur Sportstätte sind zu vermeiden.

 

 

 

Der Hygieneplan Corona für die Schulen in Hessen sieht zum 2. Juni 2020 vor, dass Musikunterricht und außerunterrichtliche musikalische Angebote in allen Schulformen und in allen Jahrgangsstufen unter Einhaltung von bestimmten Schutzmaßnahmen er-teilt werden dürfen.

 

Vorgaben und Empfehlungen

In Ergänzung zum genannten Hygieneplan gilt:

  • Musikalische Tätigkeiten müssen kontaktfrei ausgeübt werden.

  • Ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen Personen ist einzuhalten.

  • Auf Chorgesang und die Nutzung von Blasinstrumenten muss zugunsten anderer musikalischer Unterrichtsformate verzichtet werden.

  • Es ist außerdem auf eine besonders gute Durchlüftung der Räumlichkeiten zu achten.

  • Freiluftaktivitäten sind aufgrund des permanenten Luftaustausches zu bevorzugen.

  • Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sind insbesondere bei gemeinsam genutzten Instrumenten durchzuführen.

  • Warteschlangen sind zu vermeiden.

 

 

8. Konferenzen und Versammlungen

Konferenzen werden auf das notwendige Maß begrenzt. Zudem wird auf die Einhaltung des Mindestabstandes geachtet.

Konferenzen finden in der Regel als Videokonferenzen statt.

Klassen- und Elternversammlungen dürfen nur abgehalten werden, wenn sie unabdingbar sind. Besondere Regelungen der maßgeblichen Verordnungen (Konferenzordnung, Verordnung über die Schülervertretungen und die Studierendenvertretungen, Verordnung für die Wahl zu den Elternvertretungen) zu befristeten Möglichkeiten von Beschlussfassungen in elektronischer Form oder mittels Videokonferenz sind zu beachten.

 

 

9. Reinigung

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Hygieneplan des HKM.

Die DIN 77400 (Reinigungsdienstleistungen Schulgebäude – Anforderungen an die

Reinigung) ist zu beachten. Sie definiert Grundsätze für eine vertragsgemäße, umweltbewusste und hygienische Schulreinigung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen hinsichtlich Technik und Methoden der Gebäudereinigung und rechtlicher Anforderungen durch das Infektionsschutzgesetz.

Ergänzend dazu gilt:

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

In der Schule steht die Reinigung von Oberflächen im Vordergrund. Dies gilt auch für

Oberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden, da auch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen in der jetzigen COVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung ausreichend.

Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d. h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung). Auch Raumbegasungen zur Desinfektion sind hier grundsätzlich nicht angezeigt. Die Einwirkzeit bzw. Benetzungszeit ist zu beachten. Je nach Desinfektionsmittel (wenn getrocknete Reste reizend wirken) ist eine anschließende Grundreinigung erforderlich. Das Flächendesinfektionsmittel ist so auszuwählen, dass eine Nachreinigung nicht erforderlich ist.

 

 

10. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf höher (siehe Hinweise des Robert-Koch-Instituts:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html).

Dazu zählen insbesondere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen, wie:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung

und Bluthochdruck)

  • chronische Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD)

  • chronische Lebererkrankungen

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

  • Krebserkrankungen

  • ein geschwächtes Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

 

Für den Einsatz von Lehrkräften im Unterricht gilt Folgendes:

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung mit COVID-19 steigt stetig mit dem Alter an. Insbesondere Menschen ab 60 Jahren können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken. Der Einsatz von Lehrkräften im Präsenzunterricht, die 60 Jahre und älter sind, darf nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen (z. B.

koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck), Diabetes, Erkrankungen des

Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 zu erhöhen. Der Nachweis über die Nichteinsetzbarkeit im Präsenzunterricht erfolgt mittels ärztlicher Bescheinigung.

  • Für Patient/inn/en mit unterdrücktem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme

von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken) besteht ein höheres

Risiko. Der Nachweis über die Nichteinsetzbarkeit im Präsenzunterricht erfolgt mittels ärztlicher Bescheinigung.

  • Eine Schwerbehinderung allein ohne Vorliegen einer risikoerhöhenden Erkrankung bietet keinen Grund dafür, dass diese Personen nicht als Lehrkräfte im Präsenzunterricht eingesetzt werden können. Ein entsprechender Einsatz erfolgt nicht, sofern mittels ärztlicher Bescheinigung bestätigt wird, dass ein Einsatz im Präsenzunterricht aus medizinischen Gründen nicht erfolgen kann.

  • Ebenfalls sollen schwangere oder stillende Lehrerinnen von der Erteilung von

Präsenzunterricht aufgrund der bestehenden besonderen Fürsorgepflicht ausgenommen werden.

  • Lehrkräfte, die mit Angehörigen einer Risikogruppe im Sinne der obigen Kriterien in einem Hausstand leben, sind ebenfalls vom Präsenzunterricht befreit. Ein entsprechender Nachweis wird mittels einer ärztlichen Bescheinigung geführt. Sofern die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung nicht zeitnah erfolgen kann, ist die Abgabe einer dienstlichen Erklärung zunächst ausreichend.

 

  • Lehrkräfte die trotz einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf im Präsenzunterricht eingesetzt werden möchten, geben dies in schriftlicher Form zur Kenntnis.

 

 

Schülerinnen und Schüler, die bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, sind vom Schulbetrieb weiter nach ärztlicher Bescheinigung befreit. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit Angehörigen einer Risikogruppe in einem Hausstand leben.

 

 

11. Meldepflicht

Der Verdacht einer Erkrankung und das Auftreten von COVID-19-Fällen in Schulen ist dem Gesundheitsamt und dem Staatlichen Schulamt zu melden.

 

 

12. Allgemeines

Der Hygieneplan ist dem örtlichen Gesundheitsamt auf Wunsch vorzulegen. Als Ansprechpartner stehen die örtlichen Gesundheitsämter und der Medical Airport Service (Medical, https://www.medical-airport-service.de/mas/leistungen/infoportal-land-hessen)

zur Verfügung.

Der Hygieneplan wird dem Schulträger zur Verfügung gestellt.

 

 

Stand 03.06.2020

 

S. Wießner-Müller             Marc Rauber                      Simone Böcher

Förderschulrektorin            Förderschulkonrektor          Förderschulrektorin

Helmut von Bracken Schule
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